
„Wir schätzen den Umstand, dass sich Schoeller Arca Systems wirklich mit den Anforderungen unseres Geschäfts auseinandergesetzt hat. Sie haben die Handhabung verschiedener Verpackungslösungen in der Logistikkette der Fast Food Restaurants, beginnend bei der Abfüllung beim Lieferanten über die Lagerung bis hin zu den Restaurants und zurück, geprüft und ausgewertet.“
Die Schoeller Arca Systems “Mega-Box” transportiert das Coca-Cola Konzentrat zu den McDonalds Restaurants in der ganzen Welt. Das System basiert auf einem faltbaren Kunststoffbehälter mit einem Volumen von 250 Litern und wurde speziell für Softdrinks und die Anforderungen von der Coca-Cola Company entwickelt. Faserfreie Container erleichtern die Handhabung, gewährleisten ein Mehr an Sicherheit und Hygiene und tragen zur Kosten- sowie Müllreduzierung bei.
Hintergrund
Coca-Cola war lange Zeit der einzige Lieferant von Softdrinks für die gesamte Distributionskette der McDonalds Fast Food Restaurants. Das Unternehmen liefert keine trinkfertige Cola an die McDonalds Restaurants, sondern nur das dickflüssige Konzentrat der Cola, sozusagen eine Art Sirup, dem noch Wasser und Karbonat beigefügt wird. Dieses Konzentrat wurde über viele Jahre in einer 20 Liter Bag-in-Box Verpackung, bestehend aus einem Faltschachtelkarton und einem 20 Liter Innenbeutel, transportiert. Diese Art der Verpackung war lange Zeit ausreichend doch aufgrund der steigenden Konsumierung von Coca-Cola in den McDonalds Restaurants wurde ein effektiveres und größeres Verpackungssystem benötigt. Anfang 2000 begann Coca-Cola mit der Recherche für ein Verpackungssystem, welches eine neue Ära an Effektivität in der Distribution von Konzentraten einleiten würde.
Die Anforderungen
Coca-Cola stellte verschiedene Anforderungen an das zukünftige Verpackungssystem. Es sollte für jeden Restaurantmitarbeiter einfach zu handhaben sein und keine Fasern enthalten, wie es bei den Materialien Holz und Karton der Fall ist. Hygiene und Sicherheit hatten ebenfalls oberste Priorität, sowohl in Bezug auf die Nutzung der Verpackung als auch den Schutz des zu transportierenden Produktes. Die Reduzierung des Verpackungsmülls war ein weiteres Kriterium, welches nach einem Mehrweg- und recycelbaren System verlangte und letzten Endes zur Reduzierung der Kosten beitragen sollte.
Die Lösung
Im April 2001 fand das erste gemeinsame Projektmeeting zwischen Schoeller Arca Systems und Coca-Cola statt. In den Anfangsphasen ging es zunächst um die Analyse des Distributionsflusses von Coca-Cola sowie um die Analyse der Verbrauchswerte des Konzentrats in verschiedenen Ländern. Die Auswertung führte zu dem Schluss, dass ein Behälter mit einem Volumen von 250 Litern ideal für die bestehenden Anforderungen ist. Auf Grundlage dieser Auswertungen untersuchte Schoeller Arca Systems die Handhabung verschiedener Verpackungslösungen in der Logistikkette der Fast Food Restaurants, beginnend bei der Abfüllung beim Lieferanten über die Lagerung bis hin zu den Restaurants und zurück. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Handhabungsprozesse und die Lagersysteme in den Depots und Restaurants gelegt. Nach Auswertung aller Daten kamen alle Beteiligten zu dem Schluss, dass ein faltbarer Mini-IBC aus Kunststoff mit den Maßen einer halben Europalette (600x800mm), einem Volumen von 250 Litern und mit einem Innenbeutel aus Kunststoff die beste Lösung ist.
Die Einführung
Das erste konzeptionelle Design des faltbaren Mini-IBC aus Kunststoff wurde im Mai 2001 fertig gestellt. Es wurden drei Prototypen gebaut und in einer sechsmonatigen Prüfphase getestet. Auf diese Weise konnten alle Schritte während des Handlings untersucht und ausgewertet werden. Die Tests wurden über weitere Monate fortgesetzt, wobei die Effektivität des Verpackungssystems genau überwacht und die Ergebnisse gründlich diskutiert wurden. Die Testergebnisse sprachen für sich und ließen erkennen, dass die Lösung eine gute Leistung bot. Um Zeit zu sparen, wurde während dieser Phase entschieden, parallel zu den Tests, an einem neuen IBC Design zu arbeiten. Nachdem die Untersuchungen mit sehr positiven Ergebnissen abgeschlossen waren, wurden die Verträge zwischen Coca-Cola und Schoeller Arca Systems unterzeichnet und die Werkzeuge für den neuen IBC, von Coca-Cola als „Mega-Box“ betitelt, in Auftrag gegeben. Die Produktion des fertigen IBC begann im Juni 2002. Die erste „Mega-Box“ wurde an Coca-Cola in den Niederlanden geliefert.
Fazit
Die Umstellung von einer 20 Liter Bag-in-Box Verpackung zur „Megabox“ begann im Jahre 2002 und wird schon bald in ganz Europa vollzogen sein. Währendessen forscht Coca-Cola nach weiteren Möglichkeiten für den Einsatz des Systems weltweit.
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